ManagerMagazin
.... Wie auch immer: Interessenkonflikte lassen sich in dieser Konstellation wohl nie ganz ausschließen. Um nicht in eine solche Situation zu geraten, hat Marcus R. Niedermeier von Anfang an klare Verhältnisse geschaffen. Der 30-jährige Jungunternehmer unterhält seit 1996 die holzboerse.de. Kurz vor der Gründung zog sich Niedermeier aus dem elterlichen Holzhandel zurück, mithin konnte der Verdacht, er eigne sich insgeheim die begehrten Buchenstämme an, gar nicht erst aufkeimen. Mittlerweile gilt die Online-Holzbörse als der mit Abstand größte Vermittler von Geschäften mit Fichtenbrettern und Furniereichen. Ein gutes Viertel aller Holzdeals in Deutschland bahnt der Landshuter im Cyberspace an. Bis zu 100.000 Firmen - vom Waldbesitzer in Polen bis zur Möbelfabrik in Korea - klicken sich regelmäßig auf seine Web-Site. Verfehlen können sie den Holz-Hub nicht. Niedermeier hat sich mehr als 350 Domain-Namen reservieren lassen. Egal ob ein Waldbesitzer http://www.timber.org oder http://www.lumber.co.uk oder neuerdings http://www.sturmholz.de eintippt, er landet immer auf der Holzbörsen-Seite. Als eines der wenigen Internet Unternehmen erwirtschaftet die Holzbörse aus Mitgliedsbeiträgen und Werbung einen ordentlichen Gewinn. Mit Angeboten für einen Börsengang könnte Niedermeier seine Bürowände pflastern. Das Beispiel von Niedermeier belegt: Auch ein Hinterwäldler kann zum Internet-Sieger aufsteigen. Er muss nur die richtigen Märkte ausfindig machen ....
(Autor: N.N. / 2001)
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