Impulse Magazin
Virtuelle Börse in Sachen Holz
Mitte 1996 ging www.holzboerse.de ins Netz. Heute ist dieser elektronische Handelsplatz aus dem weltweiten Holzgeschäft nicht mehr wegzudenken. Am Anfang ging alles ganz schnell. »Wir waren kaum eine Stunde im Netz, da kam schon die erste E-Mail aus Taiwan«, erinnert sich Organisator Marcus Niedermeier, selbst Sohn eines bayerischen Holzhändlers, an den August 1996. Knapp drei Jahre später ist die Börse mit 1,1 Millionen Seitenzugriffen im Monat »der« Marktplatz rund ums Holz. Ob Schnitt-, Rund- oder Tropenholz - unter www.holzboerse.de treffen sich Käufer aus dem In- und Ausland. Ein NewsIetter informiert per E-Mail, welche Firma gerade Sonderposten auf den Markt wirft. »Wir hatten als Erste genaue Zahlen über die Notverkäufe nach den Weihnachtsstürmen in Bayern«, berichtet Niedermeier. Die Holzbörse funktioniert ebenso international wie die Branche: Meldet sich ein russischer Händler in seiner Heimatsprache, kann der Händler aus dem Schwarzwald die deutsche Übersetzung abrufen - und bei Bedarf eine chinesische Fassung nach Schanghai weiterleiten. Händler können sich ab 29 Mark im Monat registrieren lassen. Weitere Kosten fallen nicht an. Auch für den Initiator lohnt sich das Geschäft. Die Holzbörse erwirtschaftet einen zweistelligen Millionenumsatz. Niedermeier: »Der Gewinn ist auch ganz ordentlich.
(Autor: Geert Schmelzer / 2001)
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